Bernd Neuwirth
Klinischer Psychologe | Gesundheitspsychologe | Arbeitspsychologe
Evidenzbasierte psychologische Behandlung
Praxis in Wien und online
Mehr bei sich.
Psychische Gesundheit beginnt oft dort, wo Menschen wieder mit ihren Bedürfnissen, Werten und Gefühlen in Kontakt kommen.
Den eigenen Ansprüchen gerecht zu werden und beruflich gut zurechtzukommen, gehört für viele Menschen zum Alltag. Beruf, Familie und andere Verpflichtungen bestimmen oft das Leben. Eigene Bedürfnisse, Gefühle und Wünsche treten dabei zunehmend in den Hintergrund. Manchmal geschieht dieser Prozess schleichend – durch Leistungsdruck, hohe Ansprüche oder die Gewohnheit, die eigenen Bedürfnisse immer wieder zurückzustellen. Auch gesundheitliche Belastungen, Krisen oder einschneidende Lebensereignisse können dazu führen, dass der Kontakt zu sich selbst verloren geht.
Wer über längere Zeit die eigenen Bedürfnisse und Werte immer wieder zurückstellt, spürt häufig zunächst Erschöpfung, inneren Druck oder anhaltende Anspannung. Daraus können sich psychische oder psychosomatische Beschwerden entwickeln oder bereits bestehende Belastungen verstärken.
Psychologische Begleitung kann dabei unterstützen, die eigene Situation besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit Belastungen zu entwickeln – damit wieder mehr Raum für das entsteht, was Ihnen wirklich wichtig ist.
Psychische Belastungen entwickeln sich oft schleichend. Vielleicht erkennen Sie sich in einigen dieser Erfahrungen wieder.
Leistungsdruck & Selbstzweifel
- Perfektionismus und hohe Ansprüche an sich selbst
- Das Gefühl, nicht gut genug zu sein
- Das Gefühl, sich selbst im Weg zu stehen
- Selbstzweifel und ein kritischer Umgang mit sich selbst
- Der Druck, sich ständig optimieren zu müssen
Stress & Erschöpfung
- Das Gefühl, ständig getrieben zu sein
- Ängste, Sorgen und Grübeln
- Chronischer Stress und Überforderung
- Niedergeschlagenheit und der Verlust der Lebensfreude
- Ständig unter Druck - selbst in der Freizeit
Selbstbild & Beziehungen
- Schwierigkeiten, die eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen und ernst zu nehmen
- Schwierigkeiten, Grenzen zu setzen
- Belastungen in Beziehungen und wiederkehrende Konflikte
- Sinnkrisen und Orientierungslosigkeit
Wenn mehrere dieser Themen Sie schon länger beschäftigen oder belasten, kann es hilfreich sein, genauer hinzuschauen – bevor sich belastende Muster weiter verfestigen.
So arbeite ich
Psychologische Behandlung bedeutet für mich nicht, Menschen zu optimieren. Sie schafft einen Raum, um zu verstehen, was uns geprägt hat, welche Muster unser Denken, Fühlen und Handeln bestimmen und wie Veränderung möglich wird.
Psychische Belastungen entstehen nicht allein durch die Anforderungen des Lebens. Ebenso entscheidend ist, wie wir gelernt haben, mit Belastungen umzugehen und welche Grundannahmen und Verhaltensmuster uns dabei leiten. Strategien wie Perfektionismus, ständiges Funktionieren oder das Zurückstellen der eigenen Bedürfnisse können kurzfristig helfen, langfristig jedoch zu innerem Druck, Erschöpfung oder anderen psychischen Beschwerden beitragen.
Viele Verhaltensweisen, die heute belasten, haben sich über Jahre entwickelt und waren oft einmal sinnvoll oder notwendig. Sie besser zu verstehen, ist häufig der erste Schritt, um neue Möglichkeiten im Umgang mit sich selbst und den Herausforderungen des Lebens zu entwickeln.
Veränderung bedeutet nicht, jemand anderes werden zu müssen. Sie entsteht oft dort, wo Menschen lernen, mit sich selbst achtsamer umzugehen und ihr Leben bewusster nach ihren eigenen Werten zu gestalten.
Ich arbeite wissenschaftlich fundiert und verbinde Methoden der Klinischen Psychologie, Gesundheitspsychologie und modernen Verhaltenstherapie. Dabei orientiere ich mich an wissenschaftlich gut untersuchten Verfahren und integriere – je nach Anliegen und Fragestellung – unterschiedliche evidenzbasierte psychologische Ansätze. Offenheit, Wertschätzung und Respekt bilden dabei die Grundlage meiner Arbeit.
Mir ist wichtig, einen sicheren Raum zu schaffen, in dem Sie mit allem willkommen sind, was Sie beschäftigt.
Gemeinsam betrachten wir Ihre Situation, erkennen belastende Muster und entwickeln Wege, die zu Ihren Bedürfnissen, Werten und persönlichen Zielen passen.
Was psychische Belastungen mit unserer Lebensgeschichte zu tun haben
Hinter psychischen Belastungen stehen häufig Erfahrungen, Rollen und Verhaltensmuster, die ursprünglich sinnvoll oder notwendig waren.
Im Laufe des Lebens übernehmen wir viele Rollen. Wir sind Partner:in, Mutter oder Vater, Tochter oder Sohn, Mitarbeiter:in oder Führungskraft, Freund:in, Kolleg:in oder Bezugsperson für andere.
Rollen geben Orientierung. Sie helfen uns, Verantwortung zu übernehmen und unseren Platz im Leben zu finden.
Mit der Zeit geschieht jedoch oft etwas, das zunächst kaum auffällt.
Wir möchten nicht nur den Erwartungen anderer gerecht werden. Auch wir selbst entwickeln Vorstellungen davon, wie wir sein sollten – leistungsfähig, stark, gelassen, erfolgreich oder immer für andere da. Viele dieser Ansprüche entstehen aus Erfahrungen, Prägungen und Lebensumständen. Sie können Orientierung geben und uns helfen, Herausforderungen zu bewältigen.
Mit der Zeit werden äußere Erwartungen jedoch oft zu unseren eigenen.
Aus einem „Du solltest“ wird nach und nach ein „Ich sollte“.
Viele Menschen lernen außerdem schon früh, bestimmte Gefühle zurückzuhalten oder nicht ernst zu nehmen. Traurigkeit, Wut, Angst oder Enttäuschung scheinen manchmal keinen Platz zu haben oder werden nicht gezeigt, weil sie als unangemessen, belastend oder als Zeichen von Schwäche erlebt werden. Was kurzfristig helfen kann, den Alltag zu bewältigen, kann langfristig dazu führen, dass eigene Gefühle und Bedürfnisse immer weniger bewusst wahrgenommen werden.
Irgendwann fällt es schwer zu unterscheiden, was wir selbst wirklich möchten – und was wir nur glauben erfüllen zu müssen.
Heute kommen weitere Einflüsse hinzu. In sozialen Medien begegnen wir täglich sorgfältig ausgewählten Bildern anderer und präsentieren häufig auch selbst die Seiten unseres Lebens, die gelungen wirken. Das Bild, das nach außen entsteht, und das eigene innere Erleben fallen dabei nicht immer zusammen.
So kann der Kontakt zu dem, was wir wirklich fühlen, was wir brauchen und was uns wichtig ist, nach und nach leiser werden – nicht plötzlich, sondern oft über viele Jahre.
Irgendwann entsteht vielleicht das Gefühl, nur noch zu funktionieren. Die Tage sind ausgefüllt, Verantwortung wird übernommen, Aufgaben werden erledigt – und trotzdem fehlt etwas. Nicht selten beschreiben Menschen, dass sie zwar vieles erreichen, sich dabei aber immer weniger lebendig fühlen.
Psychologische Begleitung bedeutet nicht, Rollen oder Verantwortung aufzugeben. Es geht vielmehr darum, den Menschen hinter den Rollen wiederzuentdecken – mit seinen Bedürfnissen, Werten, Gefühlen und dem, was ihm wirklich wichtig ist.
Wenn Menschen wieder stärker mit ihrem eigenen Erleben in Kontakt kommen, verändert sich häufig nicht nur ihr Umgang mit Belastungen. Entscheidungen werden stimmiger, Beziehungen können lebendiger werden, und das Gefühl wächst, das eigene Leben wieder bewusster gestalten zu können.
Mehr bei sich zu sein bedeutet nicht, weniger Verantwortung zu übernehmen. Es bedeutet, das eigene Leben so zu gestalten, dass auch Sie selbst darin wieder einen Platz haben – nicht gegen sich selbst zu leben, sondern im Einklang mit dem, was Ihnen wirklich wichtig ist.
Über mich
Mag. Bernd Neuwirth
Als Klinischer Psychologe und Gesundheitspsychologe bin ich seit 2008 in den Berufslisten des Bundesministeriums für Gesundheit eingetragen. (-> Link)
In meiner beruflichen Laufbahn war ich in unterschiedlichen Bereichen der Diagnostik, Beratung, Behandlung, Rehabilitation und Supervision tätig. Zu meinen beruflichen Stationen zählen unter anderem die berufliche und gesundheitliche Rehabilitation im BBRZ Reha, eine leitende psychologische Funktion in der Berufsdiagnostik Austria sowie die Tätigkeit im Beratungszentrum fit2work Wien.
Darüber hinaus arbeitete ich für den Fonds Gesundes Österreich sowie in Projekten von WienXtra, der Schuldnerberatung, dem Institut für Arbeitsmarktforschung und die Berater – Gesundheits- und Sozialmanagement. Weitere Schwerpunkte meiner Arbeit lagen im Coaching und Training im Rahmen der beruflichen Erwachsenenbildung.
Dabei begleitete ich sowohl Menschen in belastenden Lebenssituationen als auch Menschen mit psychischen Erkrankungen. Zu meinen Aufgaben zählten die Diagnostik, Behandlung und Begleitung von Depressionen, Angststörungen, Anpassungsstörungen und anderen psychischen Erkrankungen ebenso wie die Unterstützung bei Erschöpfung, innerem Druck und beruflichen Herausforderungen. Häufig ging es darum, belastende Muster besser zu verstehen und neue Wege im Umgang mit Belastungen zu entwickeln.
Ein weiterer Schwerpunkt meiner Arbeit liegt in der Begleitung von Menschen in Phasen beruflicher und persönlicher Neuorientierung – etwa nach gesundheitlichen Belastungen, bei beruflichen Veränderungen oder an persönlichen Wendepunkten.
Heute arbeite ich mit einer ruhigen, wertschätzenden und wissenschaftlich fundierten Haltung. Mir ist wichtig, Menschen auf Augenhöhe zu begegnen und gemeinsam individuelle Wege im Umgang mit Belastungen zu entwickeln.
Qualifikationen
Ausbildung
- Studium der Psychologie (Mag.), Universität Wien
- Auslandsjahr in Berlin
Fachqualifikationen
- Klinischer Psychologe
- Gesundheitspsychologe
- Arbeitspsychologe
Fortbildungen (Auswahl)
- Psychotherapeutisches Propädeutikum (APG Forum)
- Psychologische Behandlung von Perfektionismus (BÖP)
- Verhaltenstherapeutische Behandlung von Angststörungen und Depressionen (BÖP)
- Achtsamkeitsbasierte Methoden (VPA)
- Soziales Kompetenztraining (BÖP)
Mitgliedschaften
- Mitglied im Berufsverband Österreichischer Psychologinnen und Psychologen (BÖP)
- Mitglied im Verein für psychosoziale und psychotherapeutische Aus-, Fort- und Weiterbildung (VPA)
Mehr bei sich.
Manchmal beginnt Veränderung nicht damit, jemand anderes werden zu müssen
- sondern wieder mehr man selbst zu sein.
Vielleicht ist jetzt ein guter Zeitpunkt, wieder mehr Raum für das zu schaffen, was Ihnen wirklich wichtig ist.
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